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Crow
Profi

Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 111
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 Zucker
Hallo,
ich bin neulich beim Stöbern im Online-Bioladen über ein Buch gestolpert (aua):
"Zucker, Zucker
von Dr. med. Max Otto Bruker und Ilse Gutjahr
Krank durch Fabrikzucker - von süßen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für die Gesundheit"
Ich habe das Buch weder gelesen noch bestellt bisher, interessant finde ich das Thema aber schon. Ich laufe als bekennende "Ökotussi" beispielsweise regelmäßig Müttern von Kleinkindern oder Babys über den Weg, die Zucker in jeglicher Form für ihre Kinder vollkommen ablehnen. Zum Teil kann ich das verstehen, ich empfinde Fanta, Cola und anderes industrielles Zeugs auch nicht als sehr geeignet zum Durst löschen.
Andererseits denke ich, dass Zucker in der ein oder anderen Form nicht nur als Energielieferant, sondern auch als Geschmack nötig ist, zum Beispiel in Form von Fruchtzucker (Fructose) oder Traubenzucker (Glucose). Selbst Muttermilch schmeckt süß und enthält Zucker.
Unter welchen Umständen wird Zucker denn nun zum bösen Suchtstoff und unter welchen Umständen ist er eine sinnvolle Nahrungsergänzung oder eine erlaubte Leckerei?
Liebe Grüße von der Krähe
_________________ and what she sees as she flies to the trees no man is going to know
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| 13.03.2006 16:23 |
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Elli
Moderator

Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 779
Wohnort: Neubrandenburg
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 Re: Zucker
Crow hat folgendes geschrieben:
Andererseits denke ich, dass Zucker in der ein oder anderen Form nicht nur als Energielieferant, sondern auch als Geschmack nötig ist, zum Beispiel in Form von Fruchtzucker (Fructose) oder Traubenzucker (Glucose). Selbst Muttermilch schmeckt süß und enthält Zucker.
Als mein Sohn vor fast 4 Jahre ganz plötzlich an Diabetes-Typ 1 (insulinpflichtig) erkrankte, nahm der ZUCKER in unserer Familie einen anderen Stellenwert ein.
Bei der Aufklärung durch die Ärzte, Therapeuten und Ernährungsberater wurde mir erst der Zusammenhang von Kohlenhydraten und Zucker bewusst. Sicher hatte ich irgendwann mal von all dem gehört, aber mich nie so ausführlich damit beschäftigt, bzw. beschäftigen müssen.
Kohlenhydrate, auf die besonders ein Diabetiker achten muss, sind in vielen Nahrungsmitteln vorhanden und werden unterschiedlich verwertet:
als Einfachzucker:
- Glukose (Traubenzucker in Früchten)
- Fruktose (Fruchtzucker in Früchten)
- Galaktose (Schleimzucker in Milchprodukten)
(Sie werden von der Dünndarmwand direkt ins Blut aufgenommen.)
als Zweifachzucker:
- Saccharose (Haushaltszucker aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben)
- Maltose (Malzzucker in keimendem Getreide)
- Laktose (Milchzucker in Milchprodukten)
(Die Zweifachzucker werden zu Einfachzuckern aufgespalten und dann direkt ins Blut aufgenommen.)
als Vielfachzucker:
-Stärke (zum Beispiel in Getreideerzeugnissen, Kartoffeln, Hülsenfürchten)
(Die Stärke wird in unzählige Glukoseteilchen aufgespalten und dann direkt ins Blut aufgenommen.)
Nicht verwertbare Kohlenhydrate:
-Für Menschen unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel, z.B. Fasern, Schalen oder Pektin. Als Ballaststoffe beeinflussen sie unsere Verdauung günstig. sie liefern aber keine Energie und erhöhen auch nicht den Blutzucker.
Ich lernte also, dass in fast allen Dingen, die wir essen, Zucker in welcher Form auch immer vorhanden ist. Von da an ging ich aufmerksamer einkaufen und stellte fest, dass es kaum Lebensmittel gab, die keinen Zucker enthielten bzw. wo nicht auch versteckt Zucker drin enthalten war, selbst in Wurst, wo man es kaum vermuten würde ....
(Zucker kann in den Zutatenlisten auch unter folgenden Begriffen erscheinen: Glukosesirup, Glukose, Dextrose, maltodextrin, Maltose oder Laktose.)
Da hätte ich am liebsten nur noch auf Lebensmittel zurückgegriffen, die keinen Zucker, sondern nur Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe enthalten, denn zu dem Zeitpunkt durfte mein Sohn nur eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten essen. Das Insulin musste regelmäßig zu bestimmten Zeiten gespritzt werden und durfte eine bestimmte Menge nicht überschreiten .....
Heute hat er es da leichter  , hat eine anderes Insulin, darf mehr essen und mehr spritzen und kann somit auch Lebensmittel mit "normalem" Zucker essen, denn mittlerweile haben wir gelernt, dass Diabetiker nicht nur auf Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe zurückgreifen sollen, weil das wiederum auf Dauer dem Körper schaden kann.
Crow hat folgendes geschrieben: Unter welchen Umständen wird Zucker denn nun zum bösen Suchtstoff und unter welchen Umständen ist er eine sinnvolle Nahrungsergänzung oder eine erlaubte Leckerei?
Wenn man zu viel Zucker zu sich nimmt, der vom Körper zu schnell aufgenommen wird, also Einfach- oder Zweifachzucker und das nicht so schnell verwertet, kann das auf Dauer dem Körper schaden.
Es gibt Situationen, wo man Zucker schnell zu sich nehmen muss, weil man sich körperlich angestrengt hat und Situationen , wo Zucker der "Seele" hilft ....
Ich denke beides kann zur Sucht führen.
Mir geht es so, dass ich in meinem Beruf in stressigen Situationen oft zu Süßem greife, um meine Nerven zu "füttern"
--wobei ich dafür gerne mal eine Alternative hätte -- vielleicht ist das schon eine Art Sucht .....
Andererseits trinke ich fast ausschließlich Getränke, die keinen Zucker oder ähnliche Süßungsmittel enthalten, wie Wasser und Tee, da schmeckt es mir eben ungesüßt besser.
Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu weit ausgeholt, aber ZUCKER ist nicht gleich ZUCKER ...
(Als Quelle habe ich den Ratgeber: "Kinder und Jugendliche mit Diabetes" vom Springer Verlag Berlin genutzt, ein ganz normales Buch, sicher hätte man sich diese Infos auch aus dem Internet holen können )
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| 13.03.2006 18:56 |
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Hans-Georg
Sponsor

Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 918
Wohnort: Hamburg, City Nord, Mexikoring 11 a 20
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Soviel zum Zucker, aber es gibt noch einiges mehr, zum Beispiel Inulin, in Topinambur enthalten. Dieser Zucker beeinträchtigt nicht den durch Insulin geregeelten Blutzuckerspiegel.
Ganz doll muß ich vor Süßstoffen warnen. Die Süßstoffe gaukeln dem Körper vor, es käme gleich Zucker, die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin aber es kommt kein Zucker, nun muß der Mensch mehr essen, damit der Insulinspielgel wieder sinkt. Dadurch führt er mehr Energie zu, als er durch das Essen von Zucker zugeführt hätte. Abgesehen davon können einige Süßstoffvarianten Hirnkrebs auslösen. Ebenso Diabetes.
_________________ Hans-Georg vom Zaubertrank unter http://www.zaubertrank-hamburg.de
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| 13.03.2006 22:30 |
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Allan Wegan
VIP

Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 852
Wohnort: Hamburg, DE
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Hans-Georg hat folgendes geschrieben:Ganz doll muß ich vor Süßstoffen warnen.
Dem kann ich nur zustimmen - seit mein Körper Selbstbeobachtungsskripte ausführt, schmeckt Süßstoff nur noch grauslig (früher habe ich sehr gerne Süßstoffhaltiges gegessen und vor allem getrunken).
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| 13.03.2006 22:54 |
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Elvis
Site Admin

Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 901
Wohnort: Hamburg
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Also vor totalem Zuckerentzug für Kinder kann ich nur warnen. Ich habe da ein Beispiel in der Verwandschaft. Mann kann Kinder nicht 24 Stunde am tag vor Zucker "schützen". Warum auch??? Nur durch dieses "Zuckerverbot" bekommt ein Kind immer mehr das Beürfnis sich dieses Verbotene zu holen. In entsprechenden Alter wird dann jede freie Minute und jeder Cent dazu genutzt außerhalb der Beobachtungszone der Eltern Zucker zu konsumieren. Die möglichen Folgen muss ich wohl nicht näher beschreiben. Mündige Eltern sollten lieber ihre Energie darauf verwenden die industrie zum umdenken zu bewegen. Denn sogenannte kindergerechte Snacks (wie zum Beispiel der Kinderjoghurt) bestehen doch fast zu 50% aus Zucker. Mit so einer Zwischenmahlzeit wird in der Regel schon fast der Zuckkerbedarf des ganzen Tages gedeckt. Das ist etwas was man ändern sollte!
_________________ Ich bin nicht böse, ich bin nur mißverstanden
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| 13.03.2006 23:54 |
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Hans-Georg
Sponsor

Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 918
Wohnort: Hamburg, City Nord, Mexikoring 11 a 20
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Elvis hat folgendes geschrieben:Mündige Eltern sollten lieber ihre Energie darauf verwenden die industrie zum umdenken zu bewegen.
Wie Du schon an anderer Stelle gesagt hast, verbieten und zwingen ist keine tolle Sache. Klärt die Kinder altersgerecht auf, jedes Jahr, immer wieder, bis sie groß sind und dann noch einmal. Niemand hat gesagt, daß Erziehen ein einfacher Job ist. Die Industrie zwingen kann man nicht. Abgesehen davon, "Wir sind das Volk" und stimmen mit den Füßen ab. Also, erzieht Eure Kinder und meckert nicht.
_________________ Hans-Georg vom Zaubertrank unter http://www.zaubertrank-hamburg.de
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| 14.03.2006 04:35 |
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Crow
Profi

Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 111
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Ja, größere Kinder kann man schon erziehen, aber solange Kinder noch in dem Format sind, indem man sie selbst mit Nährstoffen versorgt, gibt es jene Eltern, die ihren Kindern von Anfang an zuckerhaltige Nahrungsmittel anbieten und andere, die die Philosophie verfolgen den Kindern möglichst nicht von sich aus Zuckerzeugs anzubieten, um eine zu frühe Gewöhnung bzw "Sucht" zu vermeiden.
Ab einem bestimmten Alter muss man vorleben, aufklären, erziehen, das ist klar. Aber was ist vorher? Muttermilch ist ja ziemlich süß, ich kann mir also kaum vorstellen, dass es Sinn macht dann auf komplett zuckerlose Kost umzusteigen.
Was mich auch immer noch beschäftigt ist die Frage, wieviel Zucker braucht der Mensch und wann sollte man den Zucker reduzieren. Macht Zucker wirklich süchtig?
Jeder kennt diese Livebeispiele, wo Kinder total ausgehungert nach Süßigkeiten und Zucker sind, weil sie es verboten bekommen zuhause, aber ich kenne auch das andere Extrem - Kinder, die soviel Zucker bekommen wie sie wollen, fett und krank werden und der Kühlschrank überquillt mit Fruchtzwergen, Cola, Fanta und Konsorten. Davor würde es mir enorm grauen.
Wo findet man da das Mittelmaß für sich selbst und natürlich auch für seine Kinder?
Liebe Grüße von der Krähe
_________________ and what she sees as she flies to the trees no man is going to know
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| 14.03.2006 10:57 |
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Falko
Junior

Anmeldungsdatum: 22.02.2006
Beiträge: 22
Wohnort: Schleswig-Holstein
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Crow hat folgendes geschrieben:Wo findet man da das Mittelmaß für sich selbst und natürlich auch für seine Kinder?
Mir leuchtet eine schlichte Überlegung ein, ohne daß ich mich viel mit Ernährungsphysiologie beschäftigt hätte:
Versuche mal, eine ganze Zuckerrübe aufzuessen! Die liegen im Herbst zur Erntezeit manchmal am Feldrand herum. Nach ein paar Bissen weigert sich der Körper (meiner zumindest). Die gleiche Menge an raffiniertem Zucker bewältige ich aber mühlos (in Form von Schokolade).
Ich glaube, dies ist der Unterschied. Nahrungsmittel, die weitgehend unverarbeitet sind, enthalten eine ausgewogene Kombination an verschiedenen Inhaltsstoffen. Wenn einige davon den Körper strapazieren, sind zumindest ein paar andere da, die dem Körper helfen, die schädlichen zu verarbeiten.
Wenn bei unseren Kindern das Bedürfnis nach Süßigkeiten aufkommt, versuche ich, es in vernünftige Bahnen zu lenken. Manchmal machen wir zusammen ein halbes Honigglas leer - und sind dann wirklich Zucker-gesättigt.
(Als bekennender Schokoladenliebhaber teile ich aber auch solche Genüsse gern mit der ganzen Familie - für mich hat auch die rein körperlich erlebte Lebensfreude einen hohen Stellenwert)
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| 14.03.2006 16:03 |
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wolfshamster
Profi

Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 150
Wohnort: Eimsbüttel
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Zitat:Macht Zucker wirklich süchtig?
Stell dir vor, du bist ganz frisch auf der Welt, hattest deinen Mutterkuchen, warum solltest du auf Gesäuge umstellen? Kälber haben eine Idee von etwas dreieckigem im Kopf, das sie instinktiv suchen müssen, Säuglingen zeigt man beim ersten Mal auch, wie es geht.
Der Saugreflex ist angeboren. Jungwesen hat noch keine Verknüpfung, was ein Hungergefühl ist. Deswegen hat Natur einen Trick erfunden und die Milch süß gemacht und kleinen Säugern instinktiv eingepflanzt: Süß=angenehm=haben wollen! Solch konditioniertes Kind wird nicht verhungern. Irgendwann lernt es: flau im Magen= essen müssen. Und wenn es dann lieber die süße Milch statt ödes Gras naschen will setzt es Huftritte. Menschenkinder werden nicht so rigoros entwöhnt. Wir haben Zahnpasta und den Effekt Süß=Endorphin und Serotoninähnliches (also gleich Wohlgefühl) kann man ganz bewußt nutzen.
Einer meiner Bekannten würde jetzt den Kopf schütteln und sagen "Das falsche Hormon" und lieber noch eine Stunde weniger schlafen (Um das Melatonin-Serotonin-Gleichgewicht zugunsten des Serotonins zu beeinflussen. Volkstümlich mit "Der Schlaf ist der Bruder des Todes" ausgedrückt.)
Das Erste, was wir in Leben mit der Muttermilch aufnehmen, ist eine Suchterfahrung? Die Frage wäre dann: Was ist Sucht? Und wie ist sie zu bewerten? Sollten wir nicht alle unseren Süchten frönen, solange wir nicht durch unsere Fettleibigkeit das Gesundheitssystem belasten und uns damit anderen ungewollt aufdrängen?
Wie ist es dann beim unscheinbaren Alkoholiker, der Frau und Kind nicht schlägt und es immer noch pünktlich zur Arbeit schafft? Ist Schokolade auch ein Verdrängungs- und Sorgenbetäubungsmittel? Gehörte sie dann nicht eigentlich verboten? (Sollte man noch aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, wenn durch zuviel Zucker die gesetzlich zulässige Endorphinhöchstmenge überschritten wurde?)
_________________ A little birdy in the sky
Dropped some whitewash in my eye.
I didn't laugh. I didn't cry.
Just thanked the Lord that cows don't fly.
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| 14.03.2006 18:36 |
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Hans-Georg
Sponsor

Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 918
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wolfshamster hat folgendes geschrieben:Das Erste, was wir in Leben mit der Muttermilch aufnehmen, ist eine Suchterfahrung? Die Frage wäre dann: Was ist Sucht? Und wie ist sie zu bewerten? Sollten wir nicht alle unseren Süchten frönen, solange wir nicht durch unsere Fettleibigkeit das Gesundheitssystem belasten und uns damit anderen ungewollt aufdrängen?
Wie ist es dann beim unscheinbaren Alkoholiker, der Frau und Kind nicht schlägt und es immer noch pünktlich zur Arbeit schafft? Ist Schokolade auch ein Verdrängungs- und Sorgenbetäubungsmittel? Gehörte sie dann nicht eigentlich verboten? (Sollte man noch aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, wenn durch zuviel Zucker die gesetzlich zulässige Endorphinhöchstmenge überschritten wurde?)
Gut gebrüllt, Löwe. Famose Erkenntnis. Wenn das mehr Leute hätten, währe die Welt besser!
_________________ Hans-Georg vom Zaubertrank unter http://www.zaubertrank-hamburg.de
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| 14.03.2006 23:02 |
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Crow
Profi

Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 111
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wolfshamster hat folgendes geschrieben:Zitat:Macht Zucker wirklich süchtig?
Säuglingen zeigt man beim ersten Mal auch, wie es geht.
Normalerweise muss man das einem gesunden Säugling nicht zeigen, er beginnt nach der Brust zu suchen, sobald er auf dem Bauch der Mutter liegt.
Zitat:Das Erste, was wir in Leben mit der Muttermilch aufnehmen, ist eine Suchterfahrung? Die Frage wäre dann: Was ist Sucht? Und wie ist sie zu bewerten? Sollten wir nicht alle unseren Süchten frönen, solange wir nicht durch unsere Fettleibigkeit das Gesundheitssystem belasten und uns damit anderen ungewollt aufdrängen?
Der Haken liegt eben in "...solange wir nicht...". Meine Frage bezieht sich darauf, wie man eben dies vermeidet. Ich bin sicher, es ist noch kein Diabetiker oder Fettleibiger hingegangen und hat gesagt "so, jetzt werde ich krank und fett, ich habe gerade Lust dazu".
Das oben von mir genannte Buch befasst sich mit den Gefahren des Industriezuckers auf sehr fachmännisch-medizinische Weise und ich kann den Begründungen mangels medizinischer Fachausbildung nicht vollständig folgen. Ich denke aber schon, dass sich der Autor (es gibt ja eine ganze Reihe dieser Bücher und Meinungen) etwas dabei gedacht hat. Vielleicht irrt er sich, das weiß ich nicht - aber so ganz ohne jeden Grund wird es diese Überlegungen nicht geben.
Ich persönlich kenne jedenfalls keine Mutter, deren Brüste Industriezucker enthalten.
Liebe Grüße von der Krähe
_________________ and what she sees as she flies to the trees no man is going to know
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| 15.03.2006 09:34 |
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Hans-Georg
Sponsor

Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 918
Wohnort: Hamburg, City Nord, Mexikoring 11 a 20
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Zum Industriezucker:
Einerseits ist es eine Errungenschaft des Meschen, Zucker, sprich Energie, in reinster Form zur Verfügung zu haben. Unser jahrtausende altes Problem war, ganz viele Begleitstoffe und nur wenig Energie mit der Nahrung aufzunehmen. Durch Zucht, Selektion und nicht zuletzt Gentechnik ist es uns gelungen, den Anteil von Energie in der Nahrung deutlich zu erhöhen. Mit dem Rafinieren des Zuckers haben wir das noch einmal getoppt.
Der Nachteil, es fehlen die Beleitstoffe. Dadurch, daß wir mit Intelligenz die Nahrung verändern, müssen wir sie auch mit Intelligenz essen und das bedarf Übung und da hinken wir hinterher.
Will sagen, reine Energie in Form von Zucker nur dann zufügen, wenn sie wirklich von Nöten ist. Beispiel: Holungerbeersaft bei Erkältung muß zusätzlich gesüßt werden, damit genug Energie zum Schwitzen da ist, Honig ginge auch. Trockener Wein mit ein bisschen Zucker versetzt schmeckt gleich viel angenehmer, Honig geht nicht, denn er verändert den Geschmack. Leistungssportler oder jemand, der kurzfristig eine große Leistung zu erbringen hat braucht auch Zucker, der reicht da. Wer den ganzen Tag lang im Büro hockt, soll mit zusätzlichem Zucker vorsichtig sein, er wird sonst dicker als ich.
Und nun kommen wir zum eigentlichen Problem, die Industrie bedient sich des rafinierten Zuckers als Gewürz, als Konservierungsstoff, um die Konsitenz zu verändern, als billigen Füllstoff usw. und zwar in einem so großen Ausmaß, das fast kein Fertigprodukt ohne große Mengen an rafiniertem Zucker ist. Und das erkennen wir nicht, denn man sieht es dem Produkt nicht an.
Von allem mäßig und nicht zu viel, wenig Fertigprodukte und viel Abwechslung ist die Devise. Wo da für jeden der richtige Mittelweg liegt muß man leider selber herausfinden.
Das stellt meine persönliche Meinung da!
_________________ Hans-Georg vom Zaubertrank unter http://www.zaubertrank-hamburg.de
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| 15.03.2006 11:57 |
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Crow
Profi

Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 111
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Hans-Georg hat folgendes geschrieben:Durch Zucht, Selektion und nicht zuletzt Gentechnik ist es uns gelungen, den Anteil von Energie in der Nahrung deutlich zu erhöhen. Mit dem Rafinieren des Zuckers haben wir das noch einmal getoppt.
Der Nachteil, es fehlen die Beleitstoffe. Dadurch, daß wir mit Intelligenz die Nahrung verändern, müssen wir sie auch mit Intelligenz essen und das bedarf Übung und da hinken wir hinterher.
Ah! Danke, das leuchtet mir als Erklärung ein und deckt sich auch ungefähr mit dem Inhalt des oben genannten Buches, soweit ich es verstanden habe.
Ich bin übrigens keineswegs generell "zuckerfeindlich" gesinnt, esse gern Schokolade und habe auch nicht vor meinen Schutzbefohlenen Süßes generell zu verweigern. Ich fand es nur angesichts der vielen Jugendlichen und Kindern mit einem "Zuckerproblem" an der Zeit das Thema mal reflektiert zu betrachten und meiner intuitiven Meinung einen fachlichen Hintergrund hinzuzufügen.
Liebe Grüße von der Krähe
_________________ and what she sees as she flies to the trees no man is going to know
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| 15.03.2006 16:02 |
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Sunshine
Gast
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Crow hat folgendes geschrieben:Muttermilch ist ja ziemlich süß, ich kann mir also kaum vorstellen, dass es Sinn macht dann auf komplett zuckerlose Kost umzusteigen.
Im ersten Punkt muss ich dir leider widersprechen, denn so süß ist Muttermilch gar nicht, denn wenn man sie kostet, schmeckt sie eher nach nichts (jedenfalls war das meine Erfahrung). Babynahrung allgemein ist auch so gut wie nicht gewürzt, also ist ein Baby nicht von Anfang an auf Süßes "getrimmt".
Mit den süßen Dingen des Lebens werden Babys erst durch uns Eltern oder Großeltern bekannt gemacht. In dem man Tees süßt oder dem Kind Säfte gibt, die Zucker enthalten oder mal einen Löffel Honig in den Mund schiebt.
Das Ergebnis sind das immer häufig vorkommende Zahnerkrankungen im Säuglings- oder Kleinkindalter, bis hin zu ner Art Gebiss, die die Kleinen tragen müssen, bis ihre bleibenden Zähne wachsen, weil die Milchzähne alle "verrotet sind, damit der Kiefer inzwischen nicht verkümmert.
Also liegt es nicht immer an der Firma, die solche süßen Säfte herstellt, sondern an den eltern, die ihren Kids mit 3 oder teilweise sogar 5 Jahren das Flaschenuckel nochnicht abgewöhnt haben.
Man kann Kinder schon zuckerarm "erziehen", wenn man es ihnen nicht ganz verbietet, werden sie auch nicht so süchtig danach. Und man sollte die einfachsten zahnputzregeln einhalten, die Eltern noch aus ihrer Kindheit kennen: Nach dem Zähneputzen (vor dem Zubettgehen) nichts Süßes mehr zu essen und das sogennante Betthupferl vermeiden.
Hin und wieder etwas Süßes, zu besonderen Anlässen, das ist völlig in Ordnung, sonst würde ja die Ernährungspyramide diese Art der Ernährung gänzlich gestrichen haben und das ist nicht der Fall, also gehört eine kleine Portion Zucker schon zum normalen Leben, in welcher Form auch immer.
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| 17.03.2006 09:53 |
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Hans-Georg
Sponsor

Anmeldungsdatum: 10.02.2006
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Hans-Georg hat folgendes geschrieben:Zum Industriezucker:
Einerseits ist es eine Errungenschaft des Menschen, Zucker, sprich Energie, in reinster Form zur Verfügung zu haben. Unser jahrtausende altes Problem war, ganz viele Begleitstoffe und nur wenig Energie mit der Nahrung aufzunehmen. Durch Zucht, Selektion und nicht zuletzt Gentechnik ist es uns gelungen, den Anteil von Energie in der Nahrung deutlich zu erhöhen. Mit dem Rafinieren des Zuckers haben wir das noch einmal getoppt.
Der Nachteil, es fehlen die Beleitstoffe. Dadurch, daß wir mit Intelligenz die Nahrung verändern, müssen wir sie auch mit Intelligenz essen und das bedarf Übung und da hinken wir hinterher.
Will sagen, reine Energie in Form von Zucker nur dann zufügen, wenn sie wirklich von Nöten ist. Beispiel: Holungerbeersaft bei Erkältung muß zusätzlich gesüßt werden, damit genug Energie zum Schwitzen da ist, Honig ginge auch. Trockener Wein mit ein bisschen Zucker versetzt schmeckt gleich viel angenehmer, Honig geht nicht, denn er verändert den Geschmack. Leistungssportler oder jemand, der kurzfristig eine große Leistung zu erbringen hat braucht auch Zucker, der reicht da. Wer den ganzen Tag lang im Büro hockt, soll mit zusätzlichem Zucker vorsichtig sein, er wird sonst dicker als ich.
Und nun kommen wir zum eigentlichen Problem, die Industrie bedient sich des rafinierten Zuckers als Gewürz, als Konservierungsstoff, um die Konsitenz zu verändern, als billigen Füllstoff usw. und zwar in einem so großen Ausmaß, das fast kein Fertigprodukt ohne große Mengen an rafiniertem Zucker ist. Und das erkennen wir nicht, denn man sieht es dem Produkt nicht an.
Von allem mäßig und nicht zu viel, wenig Fertigprodukte und viel Abwechslung ist die Devise. Wo da für jeden der richtige Mittelweg liegt muß man leider selber herausfinden.
Das stellt meine persönliche Meinung da!
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| 17.03.2006 12:41 |
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Aktuelles Datum und Uhrzeit: 20.03.2010 04:38 | Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
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